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Mikroplastik im Haushalt vermeiden: 7 einfache Tipps für nachhaltige Sauberkeit

Mikroplastik im Haushalt vermeiden: 7 einfache Tipps

Mikroplastik im Haushalt vermeiden wird immer wichtiger. Manche Produkte enthalten bewusst zugesetzte Kunststoffpartikel, andere geben beim Gebrauch Fasern ab. Beides landet im Abwasser.

Mit einfachen Maßnahmen kannst du das im Alltag deutlich reduzieren.

Was ist Mikroplastik im Haushalt?

Definition: Mikroplastik sind Kunststoffpartikel kleiner als 5 mm. Sie entstehen durch Abrieb und Zerfall – oder werden Produkten gezielt zugesetzt.

Im Haushalt kommen sie vor allem aus Textilien, aus Kunststoffschwämmen und aus einzelnen Produkten mit zugesetzten Polymeren.

Was die EU dazu regelt

Mit der Verordnung (EU) 2023/2055 hat die EU im Oktober 2023 den Einsatz von absichtlich zugesetztem Mikroplastik beschränkt. Die Regelung gilt für viele Produktgruppen und läuft mit gestaffelten Übergangsfristen. Wer wissen will, ob ein Produkt Polymere enthält, schaut in die Inhaltsstoffliste.

Worauf du in der Inhaltsstoffliste achten kannst

  • Polyethylen (PE)
  • Polypropylen (PP)
  • Polyamid / Nylon
  • Acrylate und Acrylat-Copolymere
  • Polyquaternium-Verbindungen

Kunststoffpartikel gelangen über das Abwasser in Gewässer

Der größte Posten im Haushalt: Textilien und Schwämme

Die größte Menge an Kunststofffasern aus dem Haushalt stammt nicht aus Reinigungsmitteln, sondern aus der Waschtrommel: Fleece, Sportkleidung und Mikrofaser geben bei jedem Waschgang Fasern ab. Dicht dahinter liegt der Spülschwamm – er besteht meist aus Polyurethan mit einer Scheuerseite aus Polyester oder Nylon und reibt sich bei jedem Gebrauch ab. Welche Alternative zum Spülschwamm wirklich taugt, haben wir im Detail beschrieben.

7 Tipps für den Alltag

1. Inhaltsstoffe prüfen

Die Liste oben hilft beim Lesen des Etiketts. Die vollständige Deklaration steht beim Hersteller.

2. Wäschenetz oder Filter verwenden

Ein feinmaschiges Wäschenetz für Synthetiktextilien fängt einen großen Teil der Fasern ab. Für einige Maschinen gibt es zusätzlich Nachrüstfilter.

3. Synthetik seltener und voller waschen

Volle Trommeln erzeugen weniger Reibung pro Kleidungsstück. Niedrige Schleuderzahl und kürzere Programme reduzieren den Abrieb zusätzlich.

4. Wiederverwendbare Tücher und Naturfaserschwämme einsetzen

Nutze Baumwolltücher und waschbare Reinigungspads statt Einwegprodukte. Und tausche den Kunststoffschwamm gegen einen Kokosschwamm aus Kokosfaser – er kratzt nicht und trocknet schnell durch.

5. Hausmittel gezielt einsetzen

  • Essig gegen Kalk – nicht auf Naturstein, geöltes Holz und Gummidichtungen
  • Natron gegen Gerüche – als Schleifmittel aber nicht auf Hochglanz
  • Zitronensäure gegen Kalk – nicht in heiß durchströmten Geräten

6. Verpackung reduzieren

Setze auf Konzentrate und Nachfüllsysteme. Warum ein Liter Konzentrat je nach Dosierung bis zu 200 Liter fertigen Reiniger ergibt, erklärt der Beitrag Reiniger-Konzentrate: Sparsam putzen & weniger Flaschen kaufen.

7. Bewusst einkaufen

  • Vollständige Inhaltsstoffliste verfügbar
  • Klare Dosierangabe auf dem Etikett
  • Nachfüllbare oder große Gebinde statt vieler kleiner Flaschen

Und unsere eigenen Produkte?

Unseren Reinigungskonzentraten wird kein Mikroplastik zugesetzt. Die Inhaltsstoffe stehen auf der Flasche und im Shop.

Schritt für Schritt

  1. Staub trocken entfernen
  2. Reiniger dosiert auf das Tuch geben
  3. Mit Wasser nachwischen
  4. Tücher waschen und wiederverwenden

Reinigen mit Konzentraten und wiederverwendbaren Tüchern

FAQ – Häufige Fragen

Frage: Wie erkenne ich zugesetztes Mikroplastik in Reinigungsmitteln?
Antwort: An Inhaltsstoffen wie Polyethylen, Polypropylen oder Acrylat-Copolymeren in der Deklaration.

Frage: Reinigen Produkte ohne zugesetzte Polymere genauso gut?
Antwort: Für den Haushaltsalltag ja – die Reinigungsleistung kommt von den Tensiden, nicht von Kunststoffpartikeln.

Frage: Kann ich Mikroplastik im Haushalt ganz vermeiden?
Antwort: Ganz nicht – Kunststofffasern stecken in Kleidung, Teppichen und Geräten. Der größte Hebel liegt bei Waschgewohnheiten und beim Ersatz von Kunststoffschwämmen.

Frage: Geben Spülschwämme wirklich Fasern ab?
Antwort: Ja. Herkömmliche Schwämme bestehen meist aus Polyurethan mit einer Scheuerseite aus Polyester oder Nylon. Bei jedem Schrubben reibt sich davon etwas ab und geht über den Abfluss ins Abwasser.

Fazit

Kleine Veränderungen wirken: Wäschenetz, voller Waschgang, Kokosschwamm statt Kunststoffschwamm – und ein Blick in die Inhaltsstoffliste.

Wer den Umstieg ohne Selbermachen sucht, findet die passenden Schritte in Putzen mit weniger Verpackung – ohne DIY.

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